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Der Einzelhandel vor dem Scheideweg

17. November 2020 — von Alexander Waldmann

Unter dem Begriff "Einzelhandel" hat man sich immer kleine und privat geführte Geschäfte vorgestellt und so war es auch – vor vielen Jahren. Heute zählt Karstadt-Kaufhof, Zara, H&M et cetera zum Einzelhandel und versuchen gemeinsam, sich gegen die eine Allmacht zu stemmen: dem Online-Shopping.

Schon sehr lange spreche ich über dieses Thema und mache darauf aufmerksam, dass einige Unternehmer dem Thema WebSite viel zu wenig Beachtung schenken, obwohl es der wichtigste Kommunikationskanal ist.

In einem Beitrag auf Welt.de ging es um den Untergang der kleinen Läden, die laut Autor 20% des Einzelhandels ausmachen. Die anderen 80% sind die großen Handelsketten. Weiter im Text heisst es, wenn die kleinen 20% sich dem digitalen nicht öffnen, übernehmen eben die 80% die kleinen 20%. Sperren sich die kleinen Läden in den Städten weiterhin gegen neue und digitale Werbestrategien, übernehmen die großen.

Ganz so schwarz würde ich es nicht sehen, aber es kommt dem nahe was durchaus gerade eintritt. Noch immer sehen viele Inhaber von kleinen Geschäften nicht ein, dass heute auch eine Online-Strategie notwendig ist um Menschen in den eigenen Laden zu lotsen. Die Zeiten sind vorbei in denen die Kunden in die Städte geströmt sind und die Läden gut besucht haben.

Eines muss jedem klar sein: Das Internet und damit der Online-Handel, wird nie mehr verschwinden. Nutzen wir es doch lieber!

Doch klagen ist das eine und das andere ist eben, gegen den Trend zu arbeiten. Viele Einzelhändler haben nicht einmal eine gute WebSite und schalten keinerlei Werbung im Internet – ein katastrophaler Zustand. Ist aber ein eigener Online-Shop immer notwendig? Nein, denn ich bin davon überzeugt das mit einer guten WebSite und Online-Strategie ebenfalls sehr viel positives erreicht werden kann. Doch es sind viele kleine Zahnräder die ineinandergreifen müssen um gegen den Trend anzukommen. Das dauert und benötigt einen langen Atem. Doch wenn man jetzt nicht beginnt auch neue Wege zu gehen, hat man in wenigen Jahren oder sogar früher, keine Chance mehr zu überleben.

Was ist wichtig?

  • WebSite. Eine wirklich gute WebSite die von Experten designed und entwickelt wurde, muss die zentrale Anlaufstelle für alle Ihre potentiellen Kunden sein. Die WebSite ist der wichtigste Kommunikationskanal. Hier sollten keinesfalls Fehler begangen werden. Die WebSite muss absolut perfekt umgesetzt sein.
  • Online Werbung. Ihr Angebot muss im Internet auch beworben werden. Es ist Ihr digitales Schaufenster. Nutzen Sie sinnvolle Werbeformate. Nicht immer ist Instagram- oder Google-Werbung notwendig. Es kommt auf die Branche an und hier muss Ihnen ein Experte beratend zu Seite stehen. Hohe Kosten kommen nicht unbedingt auf Sie zu, denn gut umgesetzt kann man schon mit einem kleinen Budget zu ordentlichen Ergebnissen kommen.
  • Neue Bestellformen bieten. Machen Sie es möglich über Ihre WebSite per Formular (nicht Online-Shop) Produkte anzufragen oder zu hinterlegen. Machen Sie es den WebSite-Besuchern einfach, Sie anzurufen und Waren am Telefon zu reservieren. Kommunizieren Sie auch per E-Mail und Newsletter mit Ihren Kunden. Bieten Sie einen portofreien Lieferservice an. Die WebSite hilft Ihnen bei der Kommunikation und nimmt Ihnen viele Prozesse ab.
  • Optimierung und Pflege. Ist ein gutes Konzept gefunden, sollte man weiter an allen Zahnrädern justieren. Möglicherweise erweisen sich erste Ideen langfristig als nicht wirkungsvoll, dafür wirken andere Ideen besser als gedacht. Um das Internet erfolgreich für sein Geschäft zu nutzen, muss eine stetige Online-Aktivität der Normalzustand sein.

Möchte man auch in Zukunft ein gut laufendes Geschäft in der Innenstadt führen, ist das Thema Online existenziell – ob man will oder nicht. Das hört sich hart an, es ist aber so und das muss man wirklich einsehen. Der Geschäftsbetrieb ist voll von Vorschriften und hohen Mieten. Ich weiß wovon ich spreche und kenne die Schwierigkeiten. Trotzdem muss man dieses Thema unbedingt bearbeiten und sich intensiv damit auseinandersetzen.

Die Alternative dazu wäre, zu schließen und das wäre Schade.

Für alle.

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